
Nokia-CEO Timo Ihamuotila (Foto: Nokia/Telekom-Manager.de)
Arild Moen, HELSINKI (Dow Jones), 27.01.12-08:46 - Der finnische Handyhersteller Nokia wird von Mobilfunkanbietern bei den Preisen für seine neuen Smartphones nicht unter Druck gesetzt.
Finanzvorstand Timo Ihamuotila trat Spekulationen entgegen, Nokia müsse sich mit Schleuderpreisen die Rückkehr auf den hart umkämpften US-Markt erkaufen.
Der Konzern setze die Verkaufspreise für seine Handys gemeinsam mit den Mobilfunkanbietern fest, sagte Ihamuotila in einem telefonischen Interview mit Dow Jones Newswires.
Befeuert wurden die Spekulationen durch die Nachricht, dass der Handelskonzern Wal-Mart seinen Kunden das neue Nokia-Smartphone Lumia 710 bei Abschluss eines Zweijahresvertrags mit der Telekom-Tochter T-Mobile umsonst dazugibt.
Ihamuotila bezeichnete diese Art der Subventionierung von Produkten als für den US-Markt "völlig normal". Die von Mobilfunkanbietern festgesetzten Preise reflektierten nicht den Kaufpreis, den diese ihrerseits für die Geräte an Nokia gezahlt hätten, so der Manager. Der Konzern aus Helsinki habe "hervorragende" Beziehungen zu den Anbietern.
Nokia hatte am Morgen für das Schlußquartal 2011 den dritten Quartalsverlust in Folge ausgewiesen. Der Konzern befindet sich derzeit in Mitten des Übergangs zum Microsoft-Betriebssystem Windows, das die eigene Symbian-Software ersetzen soll. Damit wollen die Finnen verlorene Marktanteile zurückerobern. Zu der Frage, wie schnell das gelingen könnte, wollte der Finanzvorstand sich nicht äußern. (GS)
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